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26.01.2021

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Bankenkrise ante Portas?

 

Sascha A. Roßmüller

Laut BaFin-Chef Felix Hufeld werden wir mehrere Wellen erleben – nur sprach dieser nicht von einer Virusinfektion, sondern vom Damoklesschwert Banken belastender Kreditausfälle, die auf unser Finanzsystem zurollen könnten. Vergleiche mit der Finanzkrise 2009 tun sich auf, so auch Gavin Gunning, Analyst der Ratingagentur S&P Global, der befürchtet, dass sich das Jahr 2021 als der härteste Test für Banken seit der globalen Finanzkriseherausstellen könnte. Einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zufolge sieht sich jedes elfte Unternehmen akut von der Zahlungsunfähigkeit bedroht.

Sollten sich die Berechnungen der Bundesbank bewahrheiten, könnten sich die Ausfälle des Kreditbestands allein der deutschen Banken vervierfachen. Dies würde sich demzufolge auf eine Belastung von rund 13 Milliarden Euro summieren. Europaweit werden sich die Bestände ausfallgefährdeter Kredite nach Einschätzung von Christoph Schalast, Professor für Wirtschaftsrecht an der Frankfurt School, im Jahr 2021 auf rund 800 Milliarden Euro verdoppeln. Es mutet fast wie Realsatire an, wenn sogar EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria den Geldhäusern rät, sich auf das Schlimmste vorzubereiten, nachdem die EZB erst die Liquiditätsschwemme billigen Geldes losgetreten hat.

Finanzprofessor Martin Faust wiederum wies ferner auf ein Folgeproblem hin, das nicht zu unterschätzen ist. Als Problematisch erweist sich nämlich keineswegs allein nur der Anstieg fauler Kredite, sondern überdies eine generelle Verschlechterung der Bonität von Unternehmen. Dies hat zur Folge, dass die Finanzinstitute für zahlreiche Darlehen mehr Eigenkapital hinterlegen müssten. Insbesondere wäre eine solche Entwicklung mit Blick auf die für den Mittelstand bedeutsamen Volksbanken und Sparkassen eine wettbewerbsverzerrende Erschwernis, die nicht im selben Ausmaß wie die großen Investmentbanken auf den inflationierenden Kapitalmärkten aktiv sind.

Auf EU-Ebene arbeitet man nach wie vor mit denselben Mitteln, die sich bisher schon nicht bewährten, einer erneuten Bankenkrise entgegen. Über das institutionalisierte einstige Ausnahmeinstrument ESM sollen Rettungsgelder zur Verfügung gestellt werden, sowie man Fusionen erleichtern will, sprich in Sachen Systemrelevanz immer noch nichts dazugelernt hat!- Aus nationaldemokratischer Sicht ist es höchste Zeit, die Wirtschaft vom Lockdown zu befreien, das auf Substanzerhalt ausgerichtete deutsche Insolvenzrecht wieder anzuwenden anstatt mit der EZB-Gelddruckmaschine schuldenfinanziert einer weiteren Zombifizierung der Wirtschaft Vorschub zu leisten.

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